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ZEITARBEIT KOMPAKT

17.11.2014 , BAP

WISSENSWERTES, FAKTEN UND ANALYSEN ZUM THEMA ZEITARBEIT AUF ZWEI SEITEN

Zeitarbeit bietet Perspektiven und Chancen – sowohl dem Einzelnen als auch der deutschen Wirtschaft. Sie ermöglicht vielen Menschen einen Einstieg in den Arbeitsmarkt und ist für deutsche Unternehmen ein Flexibilitätsinstrument. Zeitarbeit unterliegt zu 100 Prozent dem deutschen Arbeitsrecht.



FLEXIBILITÄT UND WACHSTUM

 

STÄRKUNG DER STAMMBELEGSCHAFT

Zeitarbeit ist für die deutsche Wirtschaft ein wichtiges Flexibilitätsinstrument. Mit ihr können Unternehmen schnell und einfach auf Auftragsschwankungen, volatile Märkte und Konjunkturzyklen reagieren. Durch die unkomplizierte und zeitnahe Rekrutierung von qualifiziertem Personal können Auftragseingänge und Boomphasen leichter abgefangen werden. In der exportorientierten Wirtschaft trägt die Zeitarbeit somit dazu bei, dass sich Unternehmen international erfolgreich behaupten können – auch in Krisenzeiten und auf sich schnell ändernden Märkten. Für 80 Prozent der Unternehmen ist Flexibilität deshalb das Hauptmotiv für den Einsatz von Zeitarbeit. Das zahlt sich aus: Im Aufschwungjahr 2010 haben Zeitarbeitnehmer ca. jeden siebten Euro erwirtschaftet – dabei stellten sie gerade einmal ca. zwei Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland.
 
Wissenschaftliche Studien der Hans-Böckler-Stiftung oder des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) belegen, dass Zeitarbeit keine Stammbelegschaften verdrängt. Ganz im Gegenteil: Viele Unternehmen nutzen Zeitarbeit als Flexibilitätsinstrument, um unerwartete Auftragseingänge bearbeiten zu können. Dementsprechend bauen die meisten Unternehmen, die Zeitarbeit einsetzen, parallel Stammbelegschaften auf – lediglich zwei Prozent der Unternehmen reduzieren laut IAB Stammpersonal, wenn sie Zeitarbeit nutzen. In wirtschaftlich schwachen Zeiten hilft die Zeitarbeit darüber hinaus, das Stammpersonal zu sichern. Eine Studie des IAB aus dem Januar 2013 zeigt außerdem, dass jede zweite Stelle in der Zeitarbeit eine neu geschaffene Stelle ist – ohne Zeitarbeit hätte es viele Jobs also gar nicht gegeben.

Die Zeitarbeit in Zahlen


  • Anzahl der Zeitarbeitnehmer 838.820 im Jahresdurchschnitt 2013; ca. 2 % aller Erwerbstätigen; zum Vergleich: Großbritannien 3,6 %, Niederlande 2,6 %, Frankreich 2,2 %.
  • Anteil der sozialversicherungspflichtjg beschäftigten Zeitarbeitnehmer an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten: 2,5 % (März 2014).
  • Sozialversicherungspflichtig beschäftigte Zeitarbeitnehmer: ca. 90 %.
  • Ca. 6.500 Zeitarbeitsunternehmen sind am Markt aktiv.
  • Mindestens 29 % der Zeitarbeitnehmer haben keine abgeschlossene Berufsausbildung, 49 % verfügen über einen Berufsabschluss und 3 % über einen Hochschulabschluss (Gesamtarbeitsmarkt: 13 % / 57 % / 11 %).
  • Wichtigstes Tätigkeitsfeld für Zeitarbeitnehmer ist de Metall- und Elektroindustrie (M+E-Industrie) mit über 30 , danach kommt der Bereich Logistik, Transport und Verkehr mit ca. 20.
  • 2010 erwirtschafteten Zeitarbeitnehmer 15 % des Wrtschaftswachstums.
  • Höhe der Lohnuntergrenze: 8,50 Euro (West), 7,86 Euro (Ost).


Quellen: (BAP) Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW), Bundesagentur für Arbeit.


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