Respekt und faire Bezahlung

sind in der Zeitarbeitsbranche nicht immer üblich.

Genau an die­ser Stel­le setzt der im Okto­ber 2010 gegrün­de­te Per­so­nal­dienst­leis­ter GT peop­le work an. „Bei uns steht der Mensch im Mit­tel­punkt“, sagt Geschäfts­füh­rer Tho­mas Bro­da. Das soll sich für die Ange­stell­ten nicht zuletzt auf dem Gehalts­zet­tel bemerk­bar machen.

Ja, in der Ver­gan­gen­heit sei schon eini­ges schief gelau­fen in sei­ner Bran­che, gibt Tho­mas Bro­da ganz offen zu, auch wenn man natür­lich kei­ne all­zu pau­scha­len Urtei­le fäl­len dür­fe. Auf die soge­nann­ten Soft Skills etwa, also auf die sozia­le Kom­pe­tenz der Mit­ar­bei­ter, hät­ten die Zeit­ar­beits­un­ter­neh­men bis­lang zu wenig geach­tet. Qua­li­tät sei häu­fig wich­ti­ger gewe­sen als Quan­ti­tät. „Und wir haben oft ver­ges­sen, dass wir es mit Men­schen zu tun haben.“ Aller­dings befin­de sich die Zeit­ar­beit im Wan­del, hat Bro­da, der seit 1997 in der Bran­che tätig ist, beob­ach­tet. Auch er selbst ver­folgt ein alter­na­ti­ves Kon­zept. Im Okto­ber 2010 hat Bro­da gemein­sam mit sei­ner Frau Regi­na die GT peop­le work GmbH gegrün­det.

Der gelern­te Flug­zeug­me­cha­ni­ker und stu­dier­te Diplom-Wirt­schafts Infor­ma­ti­ker (FH) ist für das ope­ra­ti­ve Geschäft zustän­dig, sei­ne Frau arbei­tet als Pro­ku­ris­tin und ist für Finan­zen sowie die Ver­wal­tung ver­ant­wort­lich. Eine wei­te­re Mit­ar­bei­te­rin beschäf­ti­gen die bei­den im Büro in der Lud­wigs­bur­ger See­stra­ße, ab August ist dort auch eine Aus­zu­bil­den­de tätig. Kern­ge­schäft sind Zeit­ar­beit und Stel­len­ver­mitt­lung, Ziel­grup­pe ins­be­son­de­re Aka­de­mi­ker und Fach­kräf­te im tech­ni­schen und gewerb­li­chen Bereich. Wäh­rend die Zeit­ar­bei­ter direkt bei GT peop­le work ange­stellt sind, wer­den bei der Stel­len­ver­mitt­lung Ver­trä­ge zwi­schen Unter­neh­men und Arbeit­neh­mern geschlos­sen. Rund 60 Stel­len bie­tet GT der­zeit auf sei­ner Inter­net­sei­te an, die meis­ten davon in der Regi­on Stutt­gart. „Wir wol­len, dass sowohl Unter­neh­men als auch Arbeit­neh­mer pro­fi­tie­ren“, erläu­tert Bro­da. Die Arbeit­ge­ber durch eine „fai­re Kal­ku­la­ti­on“ und sorg­fäl­ti­ge Per­so­nal­aus­wahl, die Arbeit­neh­mer durch tarif­ge­rech­te Bezah­lung.

Zudem inves­tie­re GT peop­le work in die Gesund­heits­vor­sor­ge sei­ner An- gestell­ten. Semi­na­re mit Phy­sio­the­ra­peu­ten und Ernäh­rungs­be­ra­tern sei­en geplant, zudem über­neh­me man die Bei­trags­ge­büh­ren für ein Fit­ness­stu­dio in Lud­wigs­burg. Grund­sätz­lich zah­le sei­ne Fir­ma ihren Ange­stell­ten, sofern es sich um Fach­kräf­te oder Aka­de­mi­ker han­de­le, höhe­re Gehäl­ter als in der Zeit­ar­beits­bran­che üblich. „Es geht uns nicht dar­um, auf Kos­ten des Mit­ar­bei­ters Geld zu ver­die­nen“, betont Bro­da. Für Vor­stel­lungs­ge­sprä­che neh­me er sich viel Zeit. „Wir wol­len auch den Men­schen ken­nen­ler­nen und machen kei­ne fal­schen Ver­spre­chen. Ehr­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­on ist uns wich­tig.“ Die­ses Kon­zept stößt auf Zustim­mung: Unlängst beleg­te das Unter­neh­men den fünf­ten Platz beim renom­mier­ten Grün­der­preis der Spar­kas­sen-Finanz­grup­pe Baden-Würt­tem­berg. Der­zeit hat GT 20 Mit­ar­bei­ter, in drei Jah­re sol­len es min­des­tens 100 sein, for­mu­liert Bro­da ein kla­res Ziel. „Dann wol­len wir zu den drei größ­ten Ver­mitt­lern im Groß­raum Stutt­gart gehö­ren.“